03.06.2019 / Parlament / / , , , , ,

Sessionsvorschau Sommersession 2019

Heute startete die diesjährige Sommersession in Bern. Während drei Wochen hat das Parlament einige grössere und kleinere Geschäfte zu erledigen. Unter anderem wird in dieser Session der massgebliche Weg für zwei wegweisende Themen der CSV beschritten. Zur Beratung kommt neben dem Vaterschaftsurlaub auch die Konzernverantwortungsinitiative.

Vaterschaftsurlaub! – auch wenn es der Bundesrat nicht will
Mit Spannung erwartet die CSV die Beratung zum Vaterschaftsurlaub. Die Initiative, bei welcher auch viele der CSV Mitglieder Unterschriften gesammelt haben, fordert 20 Tage bezahlten Vaterschaftsurlaub – flexibel und innerhalb eines Jahres tageweise zum Bezug. Dass der Bundesrat aus kostengründen die Initiative ablehnen würde, war absehbar. Die Ablehnung des indirekten Gegenvorschlages hingegen zeigt auf, wie weit weg der Bundesrat momentan an der Bevölkerung vorbeipolitisiert. Während Unternehmen die Wichtigkeit erkennen, verschliesst dieser weiterhin die Augen und setzt die Geburt eines Kindes weiterhin mit einem Umzug gleich. Das ist weder zeitgemäss noch arbeitsnehmerfreundlich. Das Parlament tut also gut daran, Initiative und Gegenvorschlag zu unterstützen. Im Sinne einer weiteren Erhöhung der Standortattraktivität sowie auch im Sinne der Arbeitnehmenden und des Nachwuchses.

Konzerne müssen Verantwortung übernehmen
Die Klimajugend geht weiter auf die Strasse und wird von der Schweizer Politik weiterhin zu wenig ernst genommen. Mit der kommenden Diskussion rund um die Konzernverantwortlichkeitsinitiative kann das Parlament endlich zeigen, dass es sich der Verantwortung unseres Planeten bewusst ist. Wir haben nur einen Planeten und diesen gilt es zu bewahren. Schweizer Unternehmen müssen sich in diesem Zusammenhang der Verantwortung ihres Handelns stellen. Wir können und wollen nicht weiter zusehen, wie Unternehmen Gewinnmaximierung auf Kosten der Allgemeinheit betreiben, denn dies ist ein Geschäftsmodell, welches mittelfristig einen iraperablen Schaden unserer nächsten Generation hinterlässt. Das Parlament tut gut daran, mindestens einen Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative umzusetzen. So kann die Schweizer Wirtschaft ihre Verantwortung wahrnehmen, ohne die negativen Aspekte der Initiative zu riskieren.